Smartphone: Fluch oder Segen?

Mein erstes Smartphone hatte ich als Technikliebhaberin 2007 in meinen Händen. Es verging seither kaum ein Tag ohne mein geliebtes Smartphone.

Für mich ist es Uhr, Telefon, Büro, Wecker, Rechner, Kalender, Musikdatenbank, Schrittzähler u.v.m.!
Morgens rufe ich zuerst meine Geschäfts- und Privaten emails ab, schaue in den Kalender was ansteht und stelle mir den Timer für meinen Tee. Natürlich schaue ich dann noch in die sozialen Medien was es neues gibt. Im Büro liegt mein Smartphone immer griffbereit.

Über die mir aktuell gestellte Frage ob das Smartphone meinen Alltag bestimmt, habe ich lange nachgedacht und muss leider zugeben: JA! Ich nutze das Smartphone auch häufig in Zeiten, in denen ich auf irgendetwas warten muss, anstatt einfach mal innezuhalten und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Ich muss mich in solchen Situationen regelrecht zwingen es nicht in die Hand zu nehmen.
Wir Menschen lieben ja die sozialen Kontakte und wenn ein soziales Kontaktangebot kommt, ist es äußerst schwierig es zu ignorieren. Da steckt schon ein großes Suchtpotenzial dahinter!
Auch die Gefahr mit der Vermischung zwischen beruflicher und privater Smartphonenutzung ist nicht außer acht zu lassen.
Eine Freundin hat ihre Handynummer an ein paar Kunden rausgegeben. Viele Kunden kennen sich untereinander und haben die Nummer weitergereicht. Nun wird sie fast nur noch über die sozialen Medien kontaktiert wenn es um Terminvorschläge, Terminabsagen usw. geht. Die Erreichbarkeit über das Festnetztelefon mit Anrufbeantworter reicht diesen Kunden offenbar nicht mehr aus. Selbst wenn sie im Urlaub ist, hat sie keine Ruhe. Sie schaltet jetzt ihr Smartphone oft konsequent ab! Die häufig auch nur im Unterbewusstsein vorhandene Pflicht der ständigen Erreichbarkeit ist nicht für jeden gleich ertragbar!

Es gibt so viele Dinge, die mir mit dem Smartphone den Alltag im beruflichen wie auch im privaten Bereich erleichtern, dass es für mich nicht mehr wegzudenken ist. Schließlich bin ich ja auch Smartphonenutzerin der ersten Stunde!

Im Urlaub hatte ich mit einer Freundin eine Challenge laufen, jeden morgen wurden die gemachten Schritte verglichen. Wir sind dann doch gerne mal etwas mehr gelaufen, haben mehr Sport gemacht, was wir ohne die Challenge sicher nicht gemacht hätten. Das fand ich super!
Solange es nicht soweit kommt wie bei meiner Tochter die kürzlich folgendes zu mir sagte: Mama, ich habe über 60 Chats offen, da kann ich dir nicht zeitnah antworten!

Trotzdem sehe ich bei mir auch ein großes Suchtpotential und habe mir deshalb vorgenommen, mir mehr „Me-Time“ zu gönnen und das Smartphone öfters mal auszuschalten. Mal sehen ob sich meine persönliche Lebensqualität dadurch verbessert… ich halte Euch auf dem Laufenden und freue mich auf ein paar Kommentare wie ihr zu diesem Thema steht!

Bis bald…und ich schalte jetzt mal ab. (Wo war der Ausschalter noch gleich?)

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